Tai Chi wird als meditative Bewegungslehre zur Gesundheitsförderung praktiziert.
Tai Chi
bedeutet Urgrund des Seins, aus dem alles entsteht und basiert auf dem Wechselspiel von Yin und Yang.
Es hat keinerlei religiösen o.ä. Hintergründe und wird vornehmlich als gesundheitsfördernde Körperkunst gelehrt. Diese zeichnet sich durch langsame, fließende Bewegungen in Zeitlupe aus, die
Körper und Geist verbinden, Stress abbauen und den Energiefluss (Qi) fördern. Hieraus entsteht ein verbessertes Bewusstsein für den Körper und dessen Gesundheit.
Als Meditation in Bewegung stärkt es Muskeln, Sehnen und Bänder ohne hohe Belastungen zu erzeugen. Durch die Anwendung der 70%-Regel kann jeder Teilnehmer die körperliche „Belastung“ seinem
individuellen Gesundheitsstand ohne Leistungsdruck anpassen. Die langsamen, fließenden Bewegungen fördern die Beweglichkeit, senken den Blutdruck und lockern Verspannungen.
Die Übungen erfordern eine hohe Konzentration, was hilft, den Geist zu beruhigen und Ängste abzubauen. Der Gleichgewichtssinn verbessert sich durch regelmäßiges Üben.
Tai Chi und Qi Gong sind für alle Altersgruppen geeignet.
In einem Vorbereitungskurs werden sechs Basisübungen geübt, die alle Bewegungsprinzipien enthalten und das spätere Erlernen der Tai Chi-Form wesentlich vereinfachen. Auch werden Übungen aus dem Qi Gong-Programm integriert. Der Besuch des Kurses ist Voraussetzung zur Teilnehme an einem Kurs für Tai Chi.
In den Tai Chi-Kursen wird die Lange Form des Yang-Stils unterrichtet, auf der Basis von 37 aufeinanderfolgenden Bewegungen .
Diese sogenannte "Form" besteht aus drei Teilen, die die Erde, den Himmel und den Menschen symbolisieren. Sie ist ein stetiger, genau festgelegter Bewegungsfluss.
Weitere Elemente des Unterrichts sind Übungen aus dem Qi Gong-Programm.
Die taoistische Sitzmeditation und Atemübungen ergänzen den Lehrinhalt.
In Kursen für Fortgeschritttene werden die Form und die Bewegungsprinzipien vertieft, z.B. Yin Yang-Form und Zentrumsspirale.